SymbolbildCase Study 01
Mehrfamilienhaus
Mehrfamilienhaus, 24 Wohneinheiten, Baujahr 1974, Wohnungsbaugesellschaft, Bayern
Wohnungswirtschaft
Leistungen
- ·Energiekostenanalyse
- ·Heizungstausch
- ·Fördermittelabwicklung
Ausgangslage
Die Ölheizung aus dem Jahr 1997 stand kurz vor dem Ausfall. Der Energieverbrauch des Gebäudes lag rund 35 % über dem Benchmark vergleichbarer Objekte, ohne dass klar war, welche Maßnahme den größten Hebel hätte. Die Wohnungsbaugesellschaft stand vor einer grundsätzlichen Entscheidung: einfach ersetzen oder systematisch optimieren? GEG-Anforderungen und ESG-Berichtspflichten erhöhten den Handlungsdruck zusätzlich.
Herausforderung
Das Gebäude verfügte über keine hydraulische Einregulierung und schlecht gedämmte Verteilleitungen. Eine Wärmepumpe war aufgrund der hohen Vorlauftemperaturen ohne Bestandsanalyse nicht wirtschaftlich darstellbar. Der Eigentümer benötigte eine Entscheidungsgrundlage, die Systemwahl, Wirtschaftlichkeit und Förderstrategie zusammenführt – nicht drei separate Gutachten.
Vorgehen durch BLuEngineering
- ·Vollständige Energiekostenanalyse: Verbrauchsdaten, Lastprofile, Anlagenbestand, Heizkurvenauswertung
- ·Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
- ·Variantenvergleich: Gasbrennwert, Hybridanlage (WP + Gas), Sole-Wasser-Wärmepumpe
- ·Wirtschaftlichkeitsrechnung inkl. Förderung je Variante
- ·Entscheidung: Hybridanlage mit Luft-Wasser-Wärmepumpe + Gasbrennwertkessel als Spitzenlastabdeckung
- ·Förderoptimierte Fachplanung, BEG-EM-Antrag, Ausschreibung und Vergabeleitung
- ·Bauüberwachung, Begleitung hydraulischer Abgleich + Inbetriebnahme
- ·Betriebsoptimierung im 1. Betriebsjahr
Ergebnisse
- 31 %
- weniger Heizkosten – jährlich und dauerhaft
- 100 %
- BEG-EM-Förderung beantragt und vollständig ausgezahlt
- 5,8 J.
- Amortisationszeit inkl. Förderung
Was den Unterschied gemacht hat
Die Entscheidung für die Hybridanlage statt einer reinen Wärmepumpe ergab sich erst aus der Heizlastberechnung: Die Vorlauftemperaturen waren zu hoch für einen wirtschaftlich sinnvollen Mono-WP-Betrieb. Ohne diese Analyse wäre die Systemwahl entweder falsch oder teurer ausgefallen.

